Allergie

Die Symptome einer Krankheit entstehen durch das Zusammentreffen einer wirkenden Ursache und der Reaktion des Menschen (Hippokrates)

Die allergische Reaktion des Organismus (Allergie grie. Allos - anders / egon - Verrichtung) entsteht durch eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf "Fremdes", welches aus der Umwelt aufgenommen wird. Dies kann die Aufnahme der Nahrung über die Verdauungswege sein, sowie die Schwebeteilchen in der Atemluft oder eine äußere Anwendung der Haut. Kontaktstellen sind die Schutz- und Grenzschichten der Körperoberflächen, d.h. die Haut und die inneren Schleimhäute der Atemwege und Verdauungswege . Wobei die Reizantwort durch das Immunsystem nicht immer am Ort der Reizung erfolgen muss. Durch die gemeinsame Entstehung /Verwandtschaft dieser Gewebe, können Wechselwirkungen erfolgen. Ein belastetes Darmmilieu zeigt sich an der Hautbeschaffenheit; etc. Der Kontakt mit einem Allergen führt neben der zielgerichteten Abwehr von Krankheiten auch zur Prägung von Antikörpern, die bei erneutem Auftreten zur sofortigen Reizantwort bereit sind. Die genetische Veranlagung spielt bei der allergischen Reaktion eine wichtige Rolle (Häufigkeit des Auftretens von Allergien: 30% wenn ein Elternteil betroffen ist und 80% wenn beide Elternteile betroffen sind). Das bedeutet nicht, dass bei den Eltern schon Allergien aufgetreten sein müssen. Die Reizüberflutung unserer heutigen Lebensweise trägt mit dazu bei, dass allergische Erkrankungen einen starken Anstieg verzeichnen.

In der Praxis zeigt die Erfahrung, dass die Krankheitsverläufe neben einem auslösenden Fremdstoff auch eine Entsprechung in den Empfindungen des Erkrankten haben. Die allergische Veranlagung kommt häufig dann zum Ausbruch, wenn sich der Betreffende in einer Lebenssituation des "Sich-Fremd-fühlens" befindet. Dem Sich-Fremdfühlen geht eine Trennung von Bekanntem voraus, das kann ein Ortswechsel sein oder Veränderungen im Personenkreis des engen Umfelds.

Auch Veränderungen in uns, wie Wachstums- und Alterungsphasen /Hormon-umstellungen, wie wir sie in der Kindheit, der Pubertät, der Schwangerschaft oder des Klimakteriums erleben, können dazu führen sich selbst nicht dazugehörig zu fühlen, sozusagen selbst als Allergen-anders-artig zu empfinden. Man ist sich seiner eigenen Identität nicht mehr sicher. (Seinskrisen, Identitätskrisen).

Autoimmunerkrankungen, zu denen 80-100 Erkrankungen gehören, mit steigender Tendenz, liegt eine fehlgeleitete Abwehr/Zerstörung von körpereigenem Gewebe zugrunde.

Das auslösende Allergen zu meiden, bedeutet eine zusätzliche Belastung und schließt wiederum von vielen Alltäglichkeiten aus - dem gemeinsamen Essen, dem Aufenthalt in der Natur - ein verhängnisvoller Kreislauf. Gesundheit bedeutet aber Freisein von belastenden Einschränkungen. Die Vernetzung unseres Immunsystems mit anderen Organsystemen wie dem Hormonsystem, dem Nervensystem und der Psyche erklären, warum auch ein "Darandenken" zur allergischen Reaktion führen kann.(Pawlowscher Reflex - Konditionierung). Schon im Altertum war man sich bewusst, das die Reaktion des Menschen, und nicht allein die wirkende Ursache, zur Erkrankung führt. Die Allergie ist eine Erkrankung der Regulation des betreffenden Organismus. Das auslösende Allergen ist kein Krankheitserreger im Sinne einer Infektion. Auszuschließen sind toxische Stoffe, die selbstverständlich zu meiden sind.

Die Organsysteme arbeiten nach dem Prinzip des Regelkreises, das allem Lebendigen zu Grunde liegt. Bei Störungen wird das Gleich-gewicht durch Regulationsprozesse aufrechterhalten. Daher der Begriff der Selbstheilung. Es kann zu einer überschießenden oder eingeschränkten Regulation bis hin zur Starre, bzw. zu Blockierungen kommen. Beschwerden des Patienten, die Symptome, sind Ausdruck dieser Regulation.


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