PRAXIS

WAS IST REGULATIONSMEDIZIN?

Unter dem Begriff Regulationsmedizin versteht man die Vielzahl der alternativen Behandlungsmethoden, die bekannt sind unter Namen wie Erfahrungsheilkunde, biologische Medizin, Naturheilkunde. Allen gemeinsam ist das Bemühen die individuelle Lebenskraft zum Zwecke der Gesundheit zu unterstützen.

S. Hahnemann, Arzt und Apotheker, der Begründer der Homöopathie, drückte es entsprechend seiner Zeit in seinem Lehrbuch (Organon der rationellen Heilkunde, 1810) folgendermaßen aus: "Im gesunden Zustand des Menschen waltet die geistartige Lebenskraft unumschränkt und hält alle seine Teile in harmonischem Lebensgang in Gefühlen und Tätigkeiten." (Auszug)

Prof. Dr. rer. nat. H. Heine äußert sich in seinem (Lehrbuch der rationellen Medizin, 1997) "Ziel der Behandlung eines Organismus ist es, die harmonischen Verhältnisse aller Körperfunktionen für ein harmonisches Selbst wiederherzustellen." Neben der genetischen Vorbestimmung führt erst die Einwirkung von Umwelteinflüssen auf den Organismus zur Erkrankung. Jeder Reiz, den der Mensch von der Außenwelt, aber auch durch seine inneren Lebensvorgänge erhält, wird durch ein komplexes Regelsystem beantwortet. Immun-, Nerven-, Stoffwechsel-, Hormonsystem, Psyche und andere überwachen, kontrollieren und regulieren die Antwort im Sinne der Lebenserhaltung. Therapieformen, wie die seit Jahrhunderten praktizierte Akupunktur, die Homöopathie aber auch die auf neuen Kenntnissen des Nervensystems und Immunsystem begründete Neuraltherapie, ist gemeinsam, dass sie die individuellen Selbstheilungskräfte im Sinne der Regulation anregen oder beruhigen.

Regulationstherapien schaffen Ordnung in einer gestörten Regulation. Regulationsblockaden wie Narbenstörfelder, unverträgliche Zahnmaterialien, chronische Entzündungen der inneren Organe, insbesondere der Schleimhäute der Atemwege, Harnwege, Verdauungswege und Gelenke sollten ausgeschaltet werden um die Heilung zu ermöglichen.


WAS IST REGULATIONSTHERAPIE?

"Wo sich die Abwehrkraft befindet, dringt eine krankheitserzeugende Störung nicht ein."
(Su-Wen)

Erste schriftliche Aufzeichnungen über die KLASSISCHE CHINESISCHE MEDIZIN; die seit über 2500 Jahren praktiziert wird, finden sich im Buch "Nei-Jing" (770-475 v. Chr.)

Alle Erscheinungen in der Welt, wozu auch der Mensch gehört, sind dem Naturgesetz der Gegensätze unterworfen, d.h. dem Yin und Yang, z.B. die Jahreszeiten Winter-Sommer, Tag - Nacht, heiß - kalt, trocken - feucht, laut - leise, süß - sauer, etc. Der Mensch bezieht seine Lebenskraft in Form von Atmung und Nahrung aus der ihn umgebenden Natur, deren Teil er ist und der er sich zu seinem Überleben anpassen muss. Die als QI benannte allumfassende Lebensenergie wird durch die AKUPUNKTUR (Nadelsetzung) oder das Schröpfen an definierten Punkten der Körperoberfläche angeregt oder beruhigt, wodurch die Balance zwischen Yin und Yang wiederhergestellt wird. Durch die Erkenntnisse des Nervensystems wissen wir heute, dass es sich bei den Akupunkturpunkten um Nervenaustrittspunkte auf der Haut, den sogenannten Foramina handelt. (Atlas der Akupunkturpunkte, Prof. h.c. Schnorrenberger)

Die Erhaltung der Gesundheit im Sinne der Chinesischen Medizin umfasst die ausgewogenen Lebensgewohnheiten wie Ruhe, Bewegung und Nahrung, die der Jahreszeit und dem Umfeld des Menschen entsprechen sollten. Für die Behandlung mit Kräutern bedeutet dies, dass nur die zur Anwendung kommen, die auch im Lebensraum des Erkrankten beheimatet sind.


"Similas Similibus currentur - Ähnliches (Krankheiten) werden durch Ähnliches (Heilmittel) geheilt." (Hahnemann)

Der deutsche Arzt Samuel Hahnemann begründete um 1880 durch langjährige Forschungen und Beobachtungen die HOMÖOPATHIE. Durch seinen Selbstversuch mit der Chinarinde, damals ein gebräuchliches Mittel gegen die Malaria, erkannte er, dass durch die von ihm entwickelte homöopathische Aufbereitung Heilung eintritt bei Symptomen die der Malaria ähnlich sind, ohne jedoch infiziert zu sein. Der Physiker F. A. Popp kommt zu dem Ergebnis, dass es sich dabei um ein physikalisches Resonanzprinzip handelt: "eine Information kann dann Empfangen werden, wenn Sender und Empfänger auf der gleichen Wellenlänge liegen." Auch heute noch werden durch die gewonnenen Kenntnisse bei der Arzneimittelprüfungen am Gesunden und die klinische Erprobung Hahnemanns Beobachtungen bestätigt und erweitert. Die weltweit etablierte Homöopathie erhielt neue Impulse und Weiterentwicklung durch die indischen Homöopathen um Dr. Rajan Sankaran, der zu der Erkenntnis kam, dass "der Krankheitszustand eine Adaptation des Organismus in einer bestimmten Lebenssituation dem Überleben dient." (Spirit of Homoeopathie, 1990) Krankheitssymptome auf der geistigen, emotionalen oder körperlichen Ebene sind er individuelle Ausdruck der Lebenskraft. Die Entwicklung in die Spezialisierung ging den entgegen gesetzten Weg obwohl schon Plato sagt:


"Das ist der größte Fehler bei der Behandelung von Krankheiten, dass es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt, wo beides doch nicht getrennt werden kann."

"Der Herr mag uns unsere Sünden vergeben, das Nervensystem tut es nie" (ind. Weisheit)

Die NEURALTHERAPIE NACH HUNEKE ist als Regulationstherapie eine Ganzheitstherapie, die durch den Reiz vom Gesamtnervensystem beantwortet wird zum Zwecke der Heilung. Dr.med. P. Dosch (Lehrbuch der Neuraltherapie nach Huneke)

Als Dr. med. F. Huneke (Unbekannte Fernwirkung des Lokalanästesie, 1925) durch eine Injektion in den Arm mit einem Schmerzmittel eine langjährige Migräne in sekundenschnelle verschwinden sah, herrschte noch die Meinung, dass ausschließlich über die Blutbahnen Verbindungen zwischen allen Organen bestünden und somit Krankheitserreger wie z.B. bei Zahnentzündungen eine Arthritis, Ischialgie, u.a. auslösen könnten. Schon geringe Mengen des Medikaments reichten aus durch die Injektion im gestörten Gewebe über die schmerzstillende Wirkung hinaus eine Umschaltung des gesamten Informationsfluß des sensiblen, motorischen und vegetativen Nervensystem auszulösen. Damit war der Begriff des Störfelds bestätigt wie ihn bereits 1898 Head beobachtete.


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